Drei Dimensional – Skulptur Objekt Plastik

Exhibition

in Zürich / Switzerland
16.03.2017 - 06.05.2017 12:00 - 18:00
Drei Dimensional - Skulptur Objekt Plastik

Sechs Künstler aus drei verschiedenen Ländern stellen unter dem Titel ‘Drei Dimensional’ ihre Werke in der Galerie Wenger aus. So verschieden die Werke der Künstler, so faszinierend das Verbindende: das Material, der Raum und das Licht.

Alex Herzog, Jo Schöpfer, Josef Staub, Klaus Staudt, Jens Trimpin, Susan York

Im Feuer verbrannte transformierte Arbeiten und Rohmaterialien, werden zu Formen oder zu strukturierter Anordnungen von verschiedenst gearteten Informationseinheiten aufgereiht. Es geht bei Alex Herzog (*1958) um das Abstecken des Territoriums für eine Beziehung, um eine Neu- und Umverteilung im Raum. Seine Arbeiten stehen im direkten Dialog mit der jeweiligen Umgebung. Das Malen/Zeichnen selbst wird als Anhäufung, als Quantität und Ablagerung zur Skulptur/Objekt – zu einer 3-dimensionalen Erscheinung/Erfindung eines 3-dimensionalen Murmelns – Schichtungen zeigen die Akte des Malens/Zeichnens in ihrer Menge/Summe und Zeitlichkeit – Malen/Zeichnen in seiner strukturalen Form als Materie – ohne das fertige Bild, ohne Gestik, alle Seiten sind Teil des Bildinhaltes. Der Künstler lebt und arbeitet in Zürich, Schweiz.

Nach Anfängen in der Malerei tastet sich Josef Staub (*1931 – 2006) langsam zum Bildrelief über. Es findet eine schrittweise Hinwendung zum Plastischen statt. In Anlehnung an seine berufliche Herkunft als Bauführer, beginnt Staub zuerst mit Holz, Aluminium und Beton zu experimentieren, ehe er sich dem Chromstahl zuwendet. In den 70er Jahren entwickelt Staub die ersten für ihn typischen, streng geometrisch-abstrakten Figuren aus geschliffenem und poliertem Stahlblech. Ab diesem Zeitpunkt entwickelt er die Formen aus der Linie und aus der Fläche heraus: es entstehen verknotete Bänder und Endlosschlaufen sowie eingeschnittene Quadrate und Dreiecke mit verdrehten Kanten und auseinanderstrebenden Ecken. Die Formenvielfalt verändert sich danach kaum mehr. Die bis zu fünf Meter grossen Figuren liegen meist nur auf einer kleinen Fläche am Boden auf. Die Überlistung der Schwerkraft gelingt dem Künstler, indem er sich hochspezialisierten Techniken aus dem Stahl- und Flugzeugbau zunutze macht. Der Künstler wirkte in Dietikon, Zürich.

Der zu den wichtigsten Vertretern der konstruktiv-konkreten Kunst in Deutschland zählende Künstler Klaus Staudt (*1932) schafft es mit seinen freischwebenden Reliefs kontinuierlich und seit über vier Jahrzenten, immer wieder neue Eindrücke zu erreichen. Die Einsatzmöglichkeiten unterschiedlichster Werkstoffe, lässt Staudt schon seit Beginn seines Schaffens mit Plexiglas experimentieren. Mit zurückgenommenen Mitteln schafft der Künstler Licht und Schatten, Raum und Bewegung sowie eine transparente Bildräumlichkeit, die je nach Standort des Betrachters variiert. Staudt setzt neben zarten Farben, um die Wechselwirkung von Farbe, Lichtreflexion und Fläche zu thematisieren, mehrheitlich die Farbe Weiss ein. Seine Werke werden bestimmt von Rhythmus und Struktur – die in ihnen herrschende Ordnung scheinen in ständigem Wandel zu sein. Die Werke von Staudt entfalten zwischen natürlich Gewachsenem und industriell Produziertem ihren eigenen Reiz. Der Künstler lebt und arbeitet in Frankfurt, Deutschland.

Die Werke von Jo Schöpfer (*1951) bewegen sich an der Grenze zwischen Bildhauerei und Architektur und erinnern an Stahlskelettmodelle für architektonische Bauten. Sie erschließen über ihre Struktur eine Perspektive und werden zur offenen Form die eine Bewegung des Betrachters einfordert. Jo Schöpfer baut unter Verwendung von patinierter Bronze und eloxierten Aluminiumtafeln transparente Körper und lichte Kompositionen mit einer klaren, der ‘minimal Art’ verpflichteten Formensprache. In seiner Beschäftigung mit Masse, Raum und Volumen bewegen sich die Werke häufig an der Grenze zwischen Bildhauerei und Architektur. Schöpfer arbeitet innerhalb mehrerer Serien, die sich in der Wahl des Materials und der Formgebung unterscheiden. Die opake Fläche öffnet allein in den Fugen zwischen den Tafeln die Andeutung eines Raumes, während seine Objekte und gitterartigen Skulpturen den umschlossenen und sie umgebenden Raum strukturieren. Die Kombination aus harten, starren Materialien und verschiedenen Oberflächen, die Rhythmik der Linien und Flächen sowie die offenen, lediglich umschriebenen Volumen entfalten eine eigene Kraft. Schöpfer lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland.

Jens Trimpin (*1946) ist ein Künstler, der noch direkt ohne Maschine, ohne Vorzeichnung und nur mit klassischem Bildhauermaterial direkt an den Marmor herangeht. Erst bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass keine Kante gerade ist, sondern leicht konkav geschwungen. Der Block wirkt dadurch nicht statisch, sondern wie in sich gedreht. Die Härte, Schwere und Dichte des Gesteins sind Tatsachen, mit denen Trimpin arbeitet, die ihm Grenzen und Möglichkeiten bieten. Der Künstler versucht, von möglichst vielen Standpunkten aus, die Flächen der Skulptur sichtbar zu machen, dadurch wird die Räumlichkeit des Objekts sichtbar und fühlbar. Da keine Kante gerade ist, ist auch die Standfläche leicht vom Boden abgehoben und dadurch entsteht das Gefühl von Gefährdung, denn die Schwere und Massivität des Steins und andererseits seine Tendenz sich von der Erde loszulösen, ja sich sozusagen abzuheben, empfindet der Betrachter sofort. Der Künstler lebt und arbeitet in Mannheim, Deutschland.

Die reduzierten Arbeiten der amerikanischen Künstlerin Susan York (*1951) sind der Tradition der amerikanischen ‘minimal Art’ verpflichtet und besitzen dennoch ihre absolute Eigenheit. Die Künstlerin setzt ihre gefertigten Arbeiten und deren Positionierung ganz bewusst im Raum ein; somit kann ein gezielter Dialog zwischen Objekt und Architektur entstehen. Ihr Arbeitsprozess ist eine Verschmelzung von präzisen geometrischen Formen mit unerwarteten asymmetrischen Elementen. Die silbern schimmernden, tief schwarzen Kuben oder Quader, entstehen aus feinstem Graphitstaub. Dieser wird in keramische Formen gepresst und bei hohen Temperaturen im Brennofen fest gebrannt. Es entstehen dabei kompakte Kuben unterschiedlichster Ausmaße. Die Rohlinge erfahren ihre eigentliche Gestaltung, indem sie in einem aufwendigen Polierprozess geglättet werden. Schwebend an der Wand verraten sie nichts von ihrem massiven, gewichtigen Inhalt, sondern laden zur Kontemplation ein. Ziel der Künstlerin ist es, dem Betrachter die Spannung in ihren Graphitarbeiten spüren zu lassen ohne diese wirklich zu sehen. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Santa Fe, New Mexico, Vereinigte Staaten, wo das Licht, die weite Leere und die Wüstenlandschaft Inspiration für ihre minimalistischen Arbeiten sind.

Öffnungszeiten Mi-Fr 12 – 18 Uhr / Sa 11 – 16 Uhr oder nach Vereinbarung

www.galeriewenger.com
www.likeyou.com/alexherzog

Location:
Galerie Wenger
Mühlebachstrasse 12
8008 Zürich
Switzerland

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