Exhibition

in Baden / Switzerland
13.05.2021 - 27.06.2021 00:00
Mnemosyne. Denkwürdig Erinnern

Cheyenne Oswald, Lika Nüssli, Misha Andris, Valerie Reding, Mahalia Giotto aka Taje

Die Ausstellung “Mnemosyne. Denkwürdig Erinnern” vereinigt fünf unterschiedliche, weibliche Positionen und verbindet ihre Arbeiten zu einem grossen Ganzen.

Die reine Erinnerung ist einzigartig. Jede Weitere eine Kumulation des bereits existierenden Bildes. Es wird subjektiv umgeschrieben, bewusst vergessen und unbewusst gestaltet. Das Erinnern als verlustreiche und gewinnbringende Handlung prägt die kollektive Kultur und die individuelle Psyche. Das Jetzt als Ausgangspunkt generiert utopisches Erinnern und nostalgisches Kreieren. Wie wird zukünftiges Erinnern generiert und auf welche Erinnerungen greifen wir zurück?

Die Ausstellung ist durchzogen vom feministischen Gedächtnis und ruft wach, welchen Weg dieses schon zurückgelegt hat. Ein Bewusstwerden des emanzipatorischen Kampfes, der hinter uns liegt und der Dringlichkeit von Visionen, die noch erinnert werden wollen.

Zu Cheyenne Oswald‘s (Basel, *1995) aktuellen Interessengebieten zählen Toiletten und (Ab)Wassersysteme, der menschliche Körper – explizit die Menstruation -, sowie die Verdauung und die Beeinflussung der Körper durch ein patriarchales, kapitalistisches System. In ihrer Arbeit untersucht sie unterschiedliche Strategien zur Erweiterung der Wahrnehmung und möglicher, zukünftiger Veränderung dessen. Die Arbeit im sozialen Raum ist zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. Dazu beschäftigt sie sich in einem vierköpfigen, queer-feministischen Kollektiv mit zukunftsgestaltenden und intervenierenden Fragen und Themen.

Lika Nüssli (St. Gallen, *1973). Zeichnen, performen, installieren bedeutet für mich Nachdenken, die Welt um mich herum beobachten, erfassen und sie in eine eigene neue Form bringen, die wiederum von anderen gelesen und interpretiert werden kann. Gestalten bedeutet für mich ein Statement abgeben. Politik und Gesellschaft ebenso bearbeiten wie die persönliche Geschichte und sie so fassbar machen. Viele meiner Arbeiten entstehen vor Ort und mit dem Ort und den jeweiligen Begebenheiten. In meinen Performances bringe ich die verschiedenen mir wichtigen Aspekte meiner Arbeit zusammen.

Misha Andris (Dallas: USA, Basel, *1989). Dramatische Szenen von Reitern im freien Fall, kuriose Massageobjekte oder ein schamanisch anmutender Umhang: Die Künstlerin Misha Andris ist fasziniert vom “Leben in den Dingen” und so entspringen ihre Arbeiten dem Gedanken, dass allem Lebendigen eine Energie oder Kraft innewohnt. In ihren Darstellungen möchte sie dieses Wechselverhältnis, das sich in erster Linie im inneren Raum der Akteure abspielt, nach aussen tragen.

Valerie Reding (Luxemburg, Zürich) arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Tanz, Fotografie und Video und erforscht das Potenzial von Empathie, Verletzlichkeit, Transformation, Camp-Ästhetik, Künstlichkeit und Masken, um Geschlechterrollen und Normen von Sexualitäten, Identitäten und Körpern im sozio-ökonomischen Rahmen unserer heteronormativen, patriarchalischen und kapitalistischen Gesellschaft zu hinterfragen. Als ihr Dragstage-Alter-Ego VulVenim und als Teil des queeren Drag-Kollektivs House of Kumkrete macht sie sich ihre feministische, panromantische und asexuelle Femme-Power zu eigen und kreiert eklektische queerleske Live-Performances.

Mahalia Giotto alias Taje (Lausanne, *1992). Von frühester Kindheit an von Androgynität geprägt, verbringt Mahalia deren erste Lebenshälfte als Junge, der sich als Teenager leider der Heteronormativität unserer Gesellschaft anpassen musste, um wieder als Mädchen gelesen zu werden. Es war als junger Erwachsener, dass Mahalia die Macht der Geschlechtsidentität verstand und sich entschied, sich als nicht-binäre Person zu identifizieren. Aus diesen tiefgreifenden persönlichen Erfahrungen schöpft Mahalia die Inspiration für deren oft ausgefallenen Arbeiten, die die langen Jahre am Rande der Normen und die Erkundung von Grenzen beleuchten. Heute ist Mahalia ein multidisziplinärer Künstler und arbeitet als DJ unter dem Künstlernamen Taje in den Kollektiven In Situ und 33 sound system sowie als Mitbegründer von Oil Productions, einem Kollektiv, das sich auf die Produktion ethischer pornografischer Inhalte spezialisiert hat.

Maria Bänziger und Jonas Studer, Gast-Kurator*innen TRUDELHAUS Ausstellungsraum

Öffnungszeiten Fr 14 – 18 Uhr, Sa/So 14 – 17 Uhr

www.trudelhaus-baden.ch

Location:
Kunst im TRUDELHAUS
Obere Halde 36
5400 Baden
Switzerland

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