Exhibition

in Schaffhausen / Switzerland
29.10.2016 - 04.12.2016 18:00 - 20:00
Esther Amrein, Andrina Jörg, Arlette Ochsner, Sadhyo Niederberger - Topografie des Imaginären

Ein Austauschprojekt mit dem Trudelhaus Baden

Vier Künstlerinnen entwerfen Landschaften des Realen und des Imaginären. Aus unterschiedlichen Perspektiven suchen sie neue Sichten auf die Strukturen der Natur und übersetzen ihre Wahrnehmung von Naturphänomenen in die Sprache der Bildenden Kunst. Die vier Aargauer Künstlerinnen Esther Amrein, Andrina Jörg, Arlette Ochsner und Sadhyo Niederberger gehören zum Kuratorinnenteam Trudelhaus Baden. Als Initiantinnen dieser Produzentinnengalerie zeigen sie im Rahmen eines Austauschprojektes ihre Werke in der Vebikus Kunsthalle.

Esther Amreins (*1968, lebt in Baden) Schaffen basiert auf der Untersuchung von Erscheinungsformen der Linie und deren Transformation. Mit Graphit oder Tusche, Videoaufnahme, Faden, Schere oder mit einem selbstgebauten Movographen verfolgt Esther Amrein den Strich und dessen Verflechtungen. Als wolkige Teppiche erscheint durch ein unendlich gewebtes Liniengeflecht eine imaginäre Landschaft, bodenlos, fast schwebend lösen sich klassische Perspektive und übliche Sehweisen auf. Verschlungene Rasterflächen fügen sich zu körperhaften, liegenden und hängenden Objekten und ziehen den Blick auf die Leerräume, die sich als Volumen präsentieren. Mit filigranen, rhythmischen Pendelzeichnungen wird der Begriff der Zeichnung und der Zeit thematisiert.

Andrina Jörg (*1969, lebt in Baden) postiert in der Kunsthalle Vebikus ein Treibhaus, in welchem eigenartige Pflanzen über die Pflanztöpfe und sich selber hinaus zu wachsen scheinen und imaginär zu wuchern beginnen. Die Betrachtenden sehen sich mit einem Ort konfrontiert, der – halb Labor, halb Treibhaus – Auswüchse der Zukunft erahnen lässt und Gedanken an Neophytenplagen, neuartige Genmanipulationen oder naturwissenschaftliche Versuchsanlagen in die Nähe bringt. Ein ästhetisches Spiel mit Farben, Formen und Materialien unserer Konsumgesellschaft wird in der eingekapselten Plastikwelt in seinen Variations­ und Kombinationsmöglichkeiten vorgeführt. Andrina Jörg setzt sich mit dem Landschafts­ und Naturbegriff auseinander, der angesichts künstlicher Überformungen und technischer Errungenschaften je länger je schwieriger zu definieren ist.

“Linea Ex Machina”, “THE LINE” und “downunder” sind drei zusammenhängende, multimediale Projekte, die seit 2002 von Arlette Ochsner (*1960, lebt in Lenzburg) initiiert und mit verschiedenen Medien umgesetzt und realisiert werden. Die Künstlerin verbindet in ihrem Werk skulpturale Arbeit mit digitalen Medien und schafft Verbindungen von realen und fiktiven Räumen. Sie beansprucht dabei die tatkräftige Mitarbeit von Helferinnen ebenso wie die Imagination der Betrachter. Die Projekte kreisen um Fragen des Originals in der Kunst, dem ideellen und materiellen Wert künstlerischer Arbeit wie auch um Themen des Kunstmarktes und dessen Methoden. Als künstlerische Form nutzt Arlette Ochsner zudem virtuelle Gemeinschaften und Möglichkeiten des Internets.

Der Werkzyklus “Bildzüchtungen” führt Sadhyo Niederberger (*1962, lebt in Aarau) zu ungewohntem Umgang mit Farbe. Die Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit meist auf der Schnittstelle verschiedener Medien bewegt, widmet sich in diesem Werk den Komponenten der Malerei, indem sie diese auf Faden und flüssige Farbe reduziert. Es sind Untersuchungen zum Verhalten von Farbe im Raum und Interpretationen von Malerei und Objekt. Dabei tauchen Themen des Verhüllens, der Durchsicht, der Vernetzung und der Frage nach dem Haltenden und dem Gehaltenen auf. Sadhyo Niederberger ist nebst ihrer künstlerischen Tätigkeit seit 2005 als freischaffende Kuratorin in Institutionen und Off­Spaces tätig. Die Ausstellung “Topografie des Imaginären” ist von Sadhyo Niederberger kuratiert.

Austauschprojekte in der Vebikus Kunsthalle Schaffhausen
Die Vebikus Kunsthalle Schaffhausen strebt immer wieder Kooperationen oder Austauschprojekte an. Wir arbeiten zusammen mit Kuratoren, die uns mit einem Ausstellungskonzept überzeugen, oder Kunsträumen, mit denen wir einen gemeinsamen Kontext sehen. So sind in der Vergangenheit interessante Programme entstanden: 2002 “wechseln – changer” mit dem Künstlerhaus Saarbrücken, 2004 “Sounds”, 2005 “postalisch”, 2007 “577 km Nord/KünstlerInnen aus Krefeld”, 2014 “Wolf in der Säule” und 2015 “ouvert: theRED”.

Indem man sich einlässt auf neue Ideen, gelingt es, gegensätzliche Positionen aufzeigen, anzuerkennen und wertzuschätzen. Eine Zusammenarbeit kann aber auch bestehende Gemeinsamkeiten enthüllen, die zu definieren und veranschaulichen sich lohnt. Wie auch immer – stets sind solche “échanges” eine fruchtbare inhaltliche Zusammenarbeit, die neue Wege aufzeigen und zu weiteren Projekten anregen.

Öffnungszeiten Do 18 – 20 Uhr, Fr 16 – 18 Uhr, Sa/So 12 – 16 Uhr

www.vebikus.ch
Arlette Ochsner

Location:
Vebikus Kunsthalle Schaffhausen
Baumgartenstrasse 19
8200 Schaffhausen
Switzerland

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